Nachholspiel der 1. Mannschaft in Nordbögge – WA Artikel

By | Dezember 9, 2015

Bönen –  „Wir haben uns ganz gut verkauft“, bilanzierte Trainer Jürgen Serr nach dem Schlusspfiff des Nachholspiels der Fußball-Kreisliga A1. Das ging aus Sicht seines VfK Nordbögge zwar mit 0:6 (0:3) gegen den VfL Mark deutlich verloren, doch das war auch in der Höhe keine Überraschung. „Wir wussten vorher, dass hier nichts zu holen ist. Mit der Truppe haben wir uns ordentlich aus der Affäre gezogen.“

Bei den Nordböggern halfen Spieler aus der zweiten und dritten Mannschaft aus, um angesichts der Ausfälle überhaupt ein spielfähiges Team zusammenzubekommen. So entwickelte sich von Beginn an die erwartet einseitige Partie. Der VfL übernahm die Initiative, der VfK stellte sich hinten rein. „Wir haben die Räume gut eng gemacht, um kurze Wege zu haben und in die Zweikämpfe zu kommen“, sagte Serr. Dennoch brachen die Marker immer wieder durch. Besonders über die Außenbahnen erzeugten sie Torgefahr. „Wir wollten bewusst, den ganzen Platz nutzen, um Nordbögge auseinanderzuziehen“, erklärte VfL-Coach Thorsten Heinze die Taktik der Gäste.

Mark näherte sich langsam dem Tor. Hendrik Kunz verzog von halblinks noch bei der ersten Gelegenheit (16.), Yannick Giersch machte es nach einer frühen Balleroberung mit einem Schuss aus 25 Metern besser. Neben den Lücken auf den Außenbahnen waren die zweiten Bälle das größte Problem der Nordbögger. Die mussten bis zur Pause noch das 0:2 durch Sascha Horn (30.) und das 0:3 durch Hendrik Kunz (43.) hinnehmen.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Die Gäste waren drückend überlegen. VfK-Keeper Philip Wittenborn verhinderte zunächst noch das vierte Gegentor, sah aber in der 58. Minute nicht gut aus, als er einen 18-m-Schuss von Kevin Schulzki abprallen ließ. Horn staubte ab. Der VfL schaltete nun runter, blieb aber Herr auf dem Feld und markierte in der Schlussphase durch Marius Eckert (79.) und erneut Horn (83.) zwei weitere Treffer. „Wir haben uns Selbstvertrauen für das Spitzenspiel gegen Bönen am Sonntag geholt“, freute sich Heinze über den leichten Sieg.

„Der VfL war mindestens eine Klasse besser als wir, wenn nicht sogar zwei“, sagte Serr: „Aber das ist für uns auch kein Gradmesser.“ Der folgt am Sonntag, wenn das Schlusslicht den Tabellen-13. Hammer SC zum Kellerduell empfängt. – bob

VfK: R. Wittenborn – Özgüc, Wiggermann, P. Wittenborn – Lenser, Schelte – Frey (72. Hengst-Ranz), Korth (39. Rudolph), Zlotos – Seepe

VfL: Ruthe – Y. Giersch, Wappler (66. Pietrucha), Hartmann, Graf – Rüther, Horn, Kunz, Schulzki, Lange – Rudzki (66. Eckert)

Tore: 0:1 Y. Giersch (20.), 0:2 Horn (30.), 0:3 Kunz (43.), 0:4 Horn (58.), 0:5 Eckert (79.), 0:6 Horn (83.)